Vivien in Anchorage, Alaska2025-12-28T18:10:20+01:00
Lesedauer: 3 min
Datum: 29.12.2025

Mein Au Pair Jahr in Anchorage, Alaska

Hallo, mein Name ist Vivien und ich war Au Pair in Alaska. Mein Au-Pair-Jahr habe ich in Anchorage verbracht, einer Stadt im hohen Norden der USA, in einem Staat, der nicht umsonst „The Last Frontier“ genannt wird.

Dort habe ich gemeinsam mit meiner Gastfamilie gelebt, zu der drei Jungs gehörten, die 10, 8 und 5 Jahre alt waren. Anchorage war für mich der perfekte Ort, um eine völlig andere Welt kennenzulernen und meinen Alltag in einer neuen Kultur zu erleben.

Am meisten gefallen hat mir an meinem Au-Pair-Jahr, die USA nicht nur als Touristin, sondern wie ein echter Local kennenzulernen. Über ein ganzes Jahr hinweg konnte ich miterleben, wie sich die Jahreszeiten verändern, welche Traditionen den Alltag prägen und wie sich das Leben vor Ort wirklich anfühlt. Genau dieses authentische Erleben des Alltags hat mir das Gefühl gegeben, wirklich ein Teil von Alaska zu sein und nicht nur zu Besuch.

Natürlich gab es auch Herausforderungen. Besonders das Heimweh war für mich anfangs nicht leicht. Ich habe jedoch schnell gemerkt, wie wichtig es ist, offen zu bleiben, auf neue Menschen zuzugehen und sich nicht zurückzuziehen.

Neue Routinen und Hobbys haben mir dabei sehr geholfen. Ich habe zum Beispiel das Schlittschuhlaufen für mich entdeckt und richtig lieben gelernt. Im Winter waren meine Schlittschuhe fast immer im Auto, weil ich jede Gelegenheit genutzt habe, aufs Eis zu gehen. Diese kleinen Rituale haben mir geholfen, mich immer wohler zu fühlen und den neuen Ort wirklich als Zuhause zu sehen.

Auch das Reisen war ein wichtiger Teil meines Jahres. So beeindruckend Alaska selbst war, die gesamte USA ist noch einmal eine ganz eigene Welt. Mein persönliches Highlight war meine Au Pair Weekend Class in Texas. Dort haben wir eine Fotografie-Tour durch San Antonio gemacht, die mich sehr inspiriert hat.

Zusätzlich gab es einen Tagesausflug nach Austin und später ging es auf eine echte Ranch. Wir durften Pferde reiten, Lasso werfen, etwas über die Geschichte von Texas lernen und richtig in das Cowboy-Klischee eintauchen. Gleichzeitig konnte ich meine fotografischen Fähigkeiten verbessern und viele Au Pairs aus anderen Bundesstaaten kennenlernen. Dieses Wochenende fühlte sich an wie ein großer, lustiger Schulausflug – lehrreich, aufregend und absolut unvergesslich.

Wenn ich zukünftigen Au Pairs einen Tipp mit auf den Weg geben dürfte, dann diesen: Seid offen für alles, was euch begegnet, und sagt nicht zu schnell „Nein“. Oft verstecken sich die schönsten Erfahrungen genau hinter den Momenten, mit denen man am wenigsten gerechnet hat.

Eine Freundin, die ich in diesem Jahr kennengelernt habe, sagte einmal zu mir: „This year is a year to say yes to everything!“ – und genau das trifft es perfekt. Und selbst wenn euch etwas Angst macht, tut es trotzdem. Ob zitternd oder unsicher, wagt den Schritt. Anpassungsfähigkeit ist in diesem Jahr unglaublich wichtig.

Lasst alte Gewohnheiten los, wenn sie euch festhalten, entwickelt neue Routinen, entdeckt neue Seiten an euch selbst und springt mutig in alles hinein, was dieses Jahr für euch bereithält. Genau diese Offenheit macht das Au-Pair-Jahr zu einer Erfahrung, die einen nachhaltig prägt und lange im Gedächtnis bleibt.

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