Karo in Greensboro, Georgia2026-02-24T18:59:14+01:00
Lesedauer: 3 min
Datum: 24.02.2026

Mein Au Pair Jahr in Greensboro, Georgia

Während meines Au-Pair-Jahres habe ich in zwei Gastfamilien in Georgia gelebt. In meiner ersten Familie betreute ich drei Kinder im Alter von zwölf, zehn und fünf Jahren, wobei ich mich hauptsächlich um das fünfjährige Kind mit Down-Syndrom kümmerte. Die älteren Kinder habe ich vor allem zur Schule und zu Aktivitäten gefahren und abgeholt. Zusätzlich habe ich kleinere Haushaltstätigkeiten übernommen. Diese Familie lebte in Greensboro, Georgia, was mir besonders gefallen hat, da ich von hier aus viele Möglichkeiten zum Reisen hatte.

Ein Highlight war zum Beispiel meine Reise nach Miami für die Au-Pair-Class einen Monat nach meiner Ankunft – eine unvergessliche Erfahrung, die mir viel Selbstständigkeit und neue Eindrücke gebracht hat.


Nach einigen Monaten entwickelte sich der Alltag in der ersten Familie jedoch etwas anders, und es traten Konflikte auf, weshalb ich ins Rematch ging, wobei mich die Agentur gut unterstützt hat. In meiner zweiten Familie in Athens, Georgia, kümmerte ich mich um Kate, ein zweijähriges Kind. Hier lag der Fokus deutlich stärker auf der Kinderbetreuung, und ich übernahm einen emotionalen, sehr persönlichen Teil der Betreuung. Über die Monate wuchs eine enge Beziehung zu ihr, und ich bin über mich selbst hinausgewachsen. Diese Erfahrung hat mir noch einmal gezeigt, wie bereichernd und intensiv die Arbeit als Au-pair sein kann.

Ich habe in dieser Zeit auch sehr viel mehr von dem amerikanischen Lebensstil mitbekommen, Menschen kennengelernt, die hier zur Uni gehen und ganz viele verschiedene potentielle Lebenswege für mich entdeckt und gesehen, für meine Zeit nach dem Jahr. 

Auch wenn ich in meiner zweiten Familie weniger Zeit für Reisen hatte, konnte ich dennoch Städte wie New York besuchen, wo ich meine Familie aus Deutschland traf, sowie Chicago, Boston und Miami erkunden. Besonders wertvoll waren für mich die Begegnungen mit Menschen, die ich sonst nie getroffen hätte, und die Beziehungen, die ich aufbauen konnte.

Herausfordernd war insbesondere die ständige Anpassung an die jeweiligen Familien. Man lebt während des Au-pair-Jahres in einer außergewöhnlichen Situation und muss die eigenen Gewohnheiten stark verändern. Ich habe dabei viel über mich selbst gelernt und eine spürbare persönliche Entwicklung erlebt. Die Verantwortung für ein Kind, die Kulturunterschiede und die teilweise ungewohnten Lebensumstände haben mir manchmal viel abverlangt. Heimweh kam vor, war jedoch nur für kurze Zeit ein Problem.

Dennoch würde ich diese Erfahrung niemals wieder hergeben und man macht eine Entwicklung durch, die man niemals erwartet hätte. Man wird danach von extrem viel Stolz an einen selbst geprägt und man bleibt definitiv nicht derselbe Mensch wie man zuvor war. So viele Eindrücke, Veränderungen und Menschen, die in diesem einen Jahr auf dich einwirken, machen es zu einer extrem intensiven Erfahrung, aber auch zu einer unvergesslichen. 

Mein wichtigster Tipp an zukünftige Au-pairs ist: Sei bereit, dich zu verändern und auf Neues einzulassen. Nimm nicht zu viele Erwartungen mit und entscheide dich wirklich für ein Au-pair-Jahr, wenn du Kinder liebst. Es ist eine extrem prägende Erfahrung, die einem persönlich sehr viel zurückgibt. 

Liebe Grüße, 

Karo 

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