Au Pair USA Erfahrungen Nevada Erja2026-06-08T20:05:00+02:00
Lesedauer: 3 min
Datum: 08.06.2026

Von 2021 bis 2023 hatte ich die Möglichkeit, als Au Pair in den USA zu leben und zu arbeiten, eine Zeit, die mich nachhaltig geprägt hat und die ich niemals missen möchte.

Ich habe in dieser Zeit zwei ganz unterschiedliche Gastfamilien kennengelernt, die beide auf ihre eigene Art besonders waren. In meiner ersten Gastfamilie lebte ich im Bundesstaat Nevada am wunderschönen Lake Tahoe und habe mich um drei Kinder im Alter von 6, 10 und 13 Jahren gekümmert. Zusätzlich gehörten zwei Katzen zur Familie, was den Alltag noch lebendiger gemacht hat.

Nach meiner Verlängerung wechselte ich in eine zweite Gastfamilie, in der ich fünf Kinder im Alter von 13, 11, 6, 6 und 4 Jahren betreute. Die beiden Sechsjährigen waren identische Zwillinge und die vierjährige Tochter hatte Down-Syndrom, wodurch ich noch einmal ganz neue Erfahrungen sammeln konnte, die mich sowohl persönlich als auch menschlich sehr bereichert haben. In dieser Familie gab es außerdem einen Hund, der ebenfalls ein fester Bestandteil des Alltags war.

Am meisten gefallen hat mir während meines Au-Pair-Jahres ganz klar das Reisen und die vielen Begegnungen mit neuen Menschen. Ich hatte die Möglichkeit, Orte zu sehen, von denen ich vorher nur geträumt habe. Besonders beeindruckt haben mich meine Reisen nach Hawaii, Los Angeles und Florida, aber auch die vielen spontanen Trips und Wochenendausflüge haben diese Zeit unvergesslich gemacht.

Es war ein unglaubliches Gefühl, so viel von einem Land zu entdecken und gleichzeitig Menschen aus aller Welt kennenzulernen. Die neue Kultur, die Offenheit der Menschen und die vielen kleinen Alltagsmomente haben die Zeit zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Eine Herausforderung war für mich am Anfang der Smalltalk. In Deutschland ist man es nicht gewohnt, dass fremde Menschen einen einfach so ansprechen, und genau das passiert in den USA ständig. Anfangs war ich davon etwas überfordert und wusste oft nicht so richtig, wie ich reagieren soll. Mit der Zeit habe ich jedoch gelernt, offener zu sein und einfach freundlich auf andere zuzugehen. Je öfter ich solche Situationen erlebt habe, desto leichter fiel es mir, und irgendwann wurde genau das zu einem der schönsten Teile meines Alltags.

Mein persönliches Highlight war ohne Zweifel das Tauchen mit Haien auf Hawaii. Dieser Moment war gleichzeitig aufregend, beeindruckend und unvergesslich.

Aber auch die vielen spontanen Reisen, zum Beispiel nach Yellowstone oder Miami, gehören zu den Erlebnissen, die ich für immer in Erinnerung behalten werde. Diese Freiheit, einfach loszufahren und neue Orte zu entdecken, war für mich etwas ganz Besonderes.

Für zukünftige Au Pairs kann ich nur sagen, dass es wichtig ist, offen zu sein, Spaß zu haben und sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Man sollte kommunikativ sein, auf Menschen zugehen und jede Gelegenheit nutzen, um zu reisen und neue Erfahrungen zu sammeln. Dieses Jahr vergeht schneller, als man denkt, deshalb sollte man jede Chance nutzen, die sich einem bietet.

Heute lebe ich wieder in Deutschland, habe meine Ausbildung abgeschlossen und arbeite aktuell, während ich mich gleichzeitig auf mein nächstes Abenteuer freue. Das Au-Pair-Jahr hat mir nicht nur unvergessliche Erinnerungen geschenkt, sondern mich auch selbstständiger, selbstbewusster und offener gemacht. Es hat mir gezeigt, wie viel in mir steckt und dass ich mich auch in völlig neuen Situationen zurechtfinden kann. Für mich war diese Zeit weit mehr als nur ein Aufenthalt im Ausland, sie war eine Reise zu mir selbst und eine Erfahrung, die ich jedem jungen Menschen nur empfehlen kann.

Liebe Grüße
Erja

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